Der Flug verläuft ohne nennenswerte Probleme und Verzögerungen.
Mein Shuttle-Service erwartet mich bereits mit erhobenem Schild und nachdem ich noch am Flughafen Geld und eine SIM-Karte besorgt habe, bringt er mich nach 45 Minuten entspannter Fahrt in einem neuen E-Auto für 13 € zu meinem Hotel.
Mein Motorrad sehe ich bereits vor dem Haupteingang stehen, muss aber warten. Schlaf ist nötig. In Deutschland ist es 4 Uhr morgens. Nach einem verspäteten Frühstück kommt dann beim Blick in die Motorradkoffer endlich der Augenblick der Erkenntnis.
zeitlichen Aufwand was allein die Beschaffung eines Ersatzteils über Russland im letzten bedeutet hatte, doch nun in die geöffneten Koffern zu blicken macht ich mich ein kleines Stück fassungslos.
Es fehlt bis auf einen Teller absolut nichts. Nicht nur die explizit in der Liste aufgeführten und als Gastgeschenk vorgesehenen 15 kleinen Taschenlampen sind vorhanden sondern auch das Klappmesser meines im letzten Jahr gestorbenen Freundes.
In einem nahen Biergarten namens „Steinbräu“ lasse ich den Tag bei guter, live gespielter Saxophon-Musik ausklingen.
Ich sehe, dass man Haxen und Weißwurst kann und finde das dann auch in Lammkeule und Bier bestätigt. Es gibt also keinen Grund sich beschweren zu wollen, denn die 30 Kilogramm musste ich Gott sei Dank ja nicht selbst nach Bishkek schleppen und für den Rest gibt es Abende wie diesen.